Sommerfest der FDP-Rhön-Grabfeld 2025 in Irmelshausen
Irmelshausen, 20.09.2025 - Die FDP Rhön-Grabfeld, Hassberge und Bad Kissingen
haben zu ihrem diesjährigen Sommerfest eingeladen. Neben Gesprächen in geselliger
Runde standen am letzten Sonntag vor allem Reden mit klaren politischen Botschaften
im Mittelpunkt.
Karl Graf StauMenberg, Kreisrat und Bezirksvorsitzender der FDP-Unterfranken, stellte in
seiner Begrü.ung die Errungenschaft der Demokratie ins Zentrum seiner Worte. Mit
Nachdruck warnte er davor, Freiheit und Frieden als selbstverständlich zu betrachten.
„Die Demokratie ist das zerbrechlichste Gut, das wir besitzen. Sie ist kein Geschenk,
sondern eine tägliche Verpflichtung“, stellte StauMenberg heraus. Gerade in Zeiten
geopolitischer Krisen, ihrer Auswirkung auf Deutschland und wachsender
Radikalisierung brauche es Klarheit, Haltung und Mut, um sie zu verteidigen.
Besonders warnte er vor einer Politik, die an den Lebensrealitäten vorbeigeht: „Zu viele
Regeln und Vorschriften engen die Menschen ein, statt ihnen zu helfen. Deutschland
und Europa müssen endlich beweisen, dass Demokratie das Leben einfacher macht,
nicht komplizierter. Wir müssen zeigen, dass Freiheit bedeutet, bestehende Probleme zu
lösen und ein glückliches Leben zu führen.“
Mit Blick auf die weltpolitische Lage fügte er hinzu: „Autoritäre Regime dürfen nicht die
scheinbar einfacheren Lösungen anbieten und damit Erfolg für das eigene Leben zu
suggerieren. Wenn wir die Vorteile der Demokratie nicht in den Alltag der Menschen
übersetzen, überlassen wir das Feld den Populisten und Diktatoren.“
Als Beispiel nannte StauMenberg die Energiepolitik, die viele Familien und Betriebe an
ihre Belastungsgrenzen bringt. „Wenn Politik die Bürger mit Vorschriften überzieht,
Entlastungen verspricht, aber dann keine verlässliche Lösungen anbietet, verliert sie
ihre Glaubwürdigkeit. Demokratie darf nicht in Sonntagsreden verharren, sie muss sich
im Alltag der Menschen bewähren.“
Seine Rede endete mit einem eindringlichen Appell: „Politik muss wieder Antwortgeber
sein, nicht nur Redner. Demokratie lebt nicht von Parolen. Sie lebt davon, dass wir sie für
die Menschen spürbar machen. Jeden Tag, hier bei uns in Unterfranken.“
Als besonderer Gast sprach der freie Journalist Armin H. Flesch, der in seiner Arbeit den
Zusammenhang von Erinnerungskultur und aktueller politischer Verantwortung immer
wieder herausstellt. „Erinnern und Wahrhaftigkeit sind von zentraler Bedeutung in einer
Zeit, in der neben antisemitische Ressentiments auch der autoritäre Geist zunehmen“,
so Flesch. Er machte deutlich, dass Demokratie nur dann lebendig bleibt, wenn
Gesellschaften bereit sind, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und aus ihr zu lernen.
Aufklärung und Geschichtsbewusstsein seien damit auch ein praktischer Auftrag für die
Gegenwart: Radikalisierung verhindern, Vertrauen aufbauen und den gesellschaftlichen
Zusammenhalt stärken. „Mut zur Zukunft, Liberale“ ist das Kredo, dass er der Partei mit
auf den Weg gibt.
Michael RuoM, Landesvorsitzender der FDP Bayern, nahm die Wahlniederlagen der
Partei oMen und selbstkritisch zum Anlass, um einen Blick nach vorne zu richten. „Wir
müssen wieder stärker zeigen, wofür wir stehen. Klare Werte, konsequentes Handeln
und ein oMenes Ohr für die Sorgen der Menschen“, erklärte RuoM. Nur so könne die FDP
das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen und ihre Rolle als gestaltende Kraft wieder
herstellen. „Beispielsweise ist wirtschaftliches Wachstum nicht alles, aber nur der FDP
ist oMensichtlich klar, dass ohne wirtschaftliches Wachstum im Zweifel alles nichts ist,
gerade dann, wenn Deutschland es mit dem „Wohlstand für alle“ wirklich ernst meint“,
betonte RuoM.
Das Sommerfest der drei FDP-Kreisverbände wurde damit mehr als ein geselliger
Anlass: Es war zu einem Forum fernab der großen Ballungszentren, in dem deutlich
wurde, dass Freiheit nicht im Abstrakten besteht, sondern im konkreten Handeln für die
Menschen durch zuhören, Lösungen erarbeiten und Verantwortung übernehmen.